Truck und 5th Wheeler   Kauf

   2. Reise:    27.September 2006   bis  21. März 2007

Reiserouten USA

 27.09.06  Wir stehen endlich am Delta Check–In  für den Flug DL131 nach Atlanta mit Weiterflug nach Houston/TX,  um unseren Traum zu verwirklichen. Trotz Vorfreude auf die nächsten Monate begleiten uns gemischte Gefühle, liebe Menschen und vertraute Umgebung für eine Weile zurück zu lassen. Wir starten pünktlich und nach 11 Stunden Flugzeit landet die Maschine in Atlanta, die Drehscheibe aller Deltaflüge mit gigantischem Ausmaß. Hier müssen wir die übliche Prozedur des Immigration Officers bestehen, der darüber entscheidet, wie lange der geplante Aufenthalt ausfallen darf.. Wir bekommen die 6 Monate, hatte er ja noch unsere Daten vom letzten Besuch gespeichert.
Mit einer Ersatzmaschine geht es mit  2 Stunden Verspätung weiter nach Houston, TX. Nun sind wir bereits 24 Stunden auf den Beinen und froh, endlich mit dem Leihauto von Alamo zum Hotel zu kommen, das Best Western in Webster.
28.09.06 Heute werden Bankgeschäfte erledigt und die ersten Geldüberweisungen Online in Auftrag gegeben. Die Suche nach dem geeigneten Fahrzeug erwies sich mangels Angebot schwieriger als gedacht, denn gebrauchte Dieselpickup sich durch ihre Kraftreseven als Zugfahrzeug besonders geeignet.

11.10.06 Endlich kann es losgehen, Truck und 5th Wheeler sind gekauft, nun gibt es kein Zurück mehr. Zum ersten Mal mit Hilfe des RV Dealers "Dave" wird der 5th Wheeler an die Hitch gekuppelt. Die ersten 10km zum Campingplatz Paradise Lake Resort in Nacogdoches werden vorsichtig absolviert. Ein Pull-Thru Site (direkte Einfahrtmöglichkeit auf einen Platz) wird abgelehnt, um das Rangieren zu üben. War ja ganz leicht.... ich musste auch nur rückwärts einrangieren. Endlich geschafft, alles waagerecht ausgerichtet und abgekuppelt. Die nächsten 4 Tage sind wir beschäftigt, um bei WALLY MART (WAL MART) den ganzen Hausrat zu besorgen.

13.10.06 Jetzt wird es aber richtig ernst, es geht Richtung Osten nach Natchez, um dem Südstaaten-Trail  "Natchez Trace Parkway" in Richtung Nashville zu folgen. Über 500km führt die für kommerziellen Verkehr gesperrte Strasse durch das Mississippi Tal. Vorbei an Vicksburg wo im Amerikanischen Bürgerkrieg die entscheidende Schlacht von den Nordstaaten gewonnen wurde. Bei herrlichem Sonnenschein und 28° rollen wir entspannt auf dem Trace Parkway nordwärts. Ab und zu begegnen uns Wohnmobile und Gespanne, deren Fahrer freundlich winken..
16.10.06 Auf einem kostenfreien Park-Campingplatz finden wir noch einen freien Platz zum Übernachten. Am Abend trifft die im Weather- Channel angekündigte Regenfront mit aller Kraft ein. Es gießt wie aus Kübeln.... plötzlich entdecken wir
 auf unserem Bett eine feuchte Stelle, es tropft aus einer Abdeckleiste an der Decke. Ein Wasserschaden, der schlimmste anzunehmende Gau, der in einem Reisemobil passieren kann!

17.10.06 Entwarnung, in Tupelo auf einem Statepark Campground stellt sich unser Wasserschaden als harmlos heraus, es hatte sich die Gummitülle der Kabeleinführung unserer Antenne gelöst.... 18.10.06 Ant-Attack..  Uns trifft fast der Schlag, Heerscharen winziger Ameisen wandern mit Sack und Pack über Stützen, Elektrokabel und Wasserversorgung in unseren Trailer, als hätten sie auf uns gewartet. Ein hilfsbereiter Amerikaner schickt uns zu WALLY MART. Dort gibt es in Form von flüssigen Sprühmitteln die Lösung. Allerdings wird es noch Wochen dauern, bis wir die Plagegeister wieder los werden. Nach Abzug der Schlechtwetterfront und merklich kühleren Temperaturen machen wir uns auf den Weg, die geplante Route über die I-40 nach Westen zu fahren, um so vielleicht doch noch die höher gelegenen Nationalparks in Nevada und Utah besuchen zu können. Dort muss man im Spätherbst wegen den Höhen um die 2000m immer mit Wintereinbruch rechnen.

20.10.06 Übernachtung auf einem WAL MART. Wieder sind wir um eine Erfahrung reicher. Ein Trailer ist kein Reisemobil. und eine elektronische Gasheizung ein Stromfresser. Mitten in der Nacht werden wir durch den durchdringenden Pfeifton der Gaswarnanlage aus dem Schlaf gerissen, etwa ein Gasleck...???. Durch die zu niedrige Batteriespannung, verursacht durch die Heizung, schlägt das Ding Alarm. Das tut es übrigens auch schon beim Spiegeleierbraten. Na, wenigstens kein Gasleck und in Flammen steht auch nichts, aber trotzdem ein großes Problem, ohne Bordspannung geht nämlich nichts mehr...auch der Slide würde nicht mehr einfahren.
Aber WALLY MART kennt keine Ladenschlusszeiten, um 4:00 Uhr früh schnell für $56 eine zyklenfeste 140Ah RV Batterie gekauft.... allerdings ist damit das Kernproblem nicht behoben... autark wird ein Trailer damit auch noch nicht….

22.10.06   Durch unattraktive Landschaften, flach wie ein Brett, durchqueren wir westwärts Teile von Oklahoma bis Texas. In Amarillo treffen wir gegen Nachmittag ein, wo am Texas Welcome Info Center bereits unsere Freunde aus Berlin warten. Sie hatten ihr Wohnmobil mit SeaBridge im Juni verschiffen lassen und waren nun über Kanada und den Nationalparks im Westen der USA nach Amarillo gekommen.. Die Freude ist groß und dies feiern wir in einem der bekanntesten Steakrestaurants in Texas "The Big Texan". Wer dort ein 72 OZ (2,04kg) Steak mit Beilagen schafft, das auf einem erhöhten Tisch ohne Unterbrechung gegessen werden muss, bekommt es kostenlos.

23.10.06   Heute ist Sonntag, Internetverbindung über Skype mit Livebild und Ton zur Tochter nach München, toll wie das funktioniert und das ohne Gebühren. Wie immer, The Big Pink (Telekom) scheint diese Entwicklung mal wieder verschlafen zu haben... Weiter zum Palo Duro Canyon State Park in dem  wir ein paar Tage mit den Berlinern verbringen, bis es für uns wieder heißt "on the road again". Ein US - Reisemobil hält neben uns, sie haben das deutsche Kennzeichen der Berliner entdeckt und so kommen wir mit Felix u. Doris ins Gespräch. Sie haben sich schon vor 13 Jahren ein Mobil in den Staaten gekauft und verbringen hier sporadisch ihre Freizeit. Wir stellen fest, dass es doch eine erhebliche Anzahl deutsche Reisemobilbesitzer gibt, die auf diese Art die USA bereisen.

25.10.06  Heute haben wir uns von unseren Freunden verabschiedet, die nun Richtung Houston, TX weiterfahren um nach 6 Monaten Aufenthalt eine Unterbrechung für Weihnachten nach Deutschland eingeplant haben. Für uns geht es auf der Interstate I-40 (Interstate 40, California – North Carolina, 2555 Miles) weiter westwärts. Sie ersetzt die Mother Road, die legendäre Route 66. Ab New Mexico sind an den verbliebenen Resten der Route 66 noch viele stumme Zeitzeugen der ehemals bedeutendsten Lebensader der US Zeitgeschichte anzutreffen. Wenn auch der Versuch, den Mythos dieser Strasse aufrecht zu erhalten weit größer ist als die Realität des Verfalles, so kann man die damalige Bedeutung dieser Strasse noch erahnen.
26.10.06 Heute ist Zwangspause, da ein Seitenwind mit Sturmböen von 55Mph es ratsamer erscheinen lässt, den Tag auf einem Campground in Tucumcari, einem Städtchen an der Route66 zu verbringen. 

27.10.06 Schreck am Morgen, der Motor des Trucks springt nicht an, eine dicke weiße Qualmwolke von unverbranntem Diesel vernebelt den Platz. Durch Betätigen des Wasserabscheideventils am Dieselfilter muß wohl Luft in die Dieseldruckleitung gekommen sein. Merke: "Never touch a running system..." Auch diesmal hilft ein Campingnachbar, er weiß Rat und bringt das gute Stück zum laufen. Bei wolkenlosem Himmel geht es nun weiter nach Albuquerque, das auf 1500m am Rande des nun stetig ansteigenden Nordamerikanischen Hochplateaus liegt. Hier wird es in der Nacht bereits sehr kühl, für  Halbwüsten typisch, werden die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht immer deutlicher. Ab Nashville begleiten uns Radiostationen, die ohne Unterbrechung alte Hits passend zur Route 66 abspielen. Auf endlosen Highways mit 65 Meilen dahinrollen und dazu aus dem Radio die Hits von "damals"....get your Kicks on the Route 66.

28.10.06  Außer einem müden Wiehern kann ich unseren 260 Pferden am Morgen wieder nichts entlocken. Kurz bevor die beiden Batterien einen Kollaps erleiden, rumpelt der Motor los. An Weiterfahrt war nicht zu denken, die Nationalparks liegen auf dem Hochplateau und dort kann es bereits sehr kalt werden, also flugs eine Werkstätte aufgesucht. Der Mechaniker tippt richtig, das Gluh Plug Relais (Glühkerzen Relais) ist defekt, obwohl noch Garantie, kostet der Spaß wegen Selbstbehalt $100.... Es ist zu spät um weiterzufahren und so besuchen wir die im spanischen Kolonialstil erbaute Old Town von Albuquerque. Die Häuser sind restauriert und als Souvenirläden umfunktioniert. Wir erstehen ein Windspiel in Form eines Heißluftballons. Leider kommen wird 14 Tage zu spät, Albuquerque ist bekannt für die spektakulärste Heißluftballon Fiesta der Welt. Ein grandioses Schauspiel bietet der Massenstart von  hunderten von Ballons.

29.10.06 Der Motor startet einwandfrei. Je weiter wir westlich kommen umso mehr verändert sich die Landschaft. Rote Felsen typisch für Arizona, Utah und Nevada bestimmen nun das Landschaftsbild, sie sind für die fantastischen Bilder der Nationalparks verantwortlich. In Gallup besichtigen wir das El Rancho Hotel. Die signierten Porträts der Filmstars der 60ziger, 70ziger und 80ziger Jahre, die dort übernachteten erzählen von der einstigen Größe dieses Hotels an der Route66.
Im Red Rock State Park bei grandioser Felsenkulisse liegt unser Campingplatz zum Übernachten.

30.10.06  Nach ausgiebigem Frühstück machen wir uns auf den 5,6km langen Trail zum Church Rock, einem hoch aufragenden Felsengebilde, das in der Tat wie eine Kirche aussieht.... Weiterfahrt  über Window Rock Richtung Canyon de Chelly. In Window Rock besuchen wir das Ehrenmal der Navajo Kriegsveteranen, die aufgrund ihrer Sprache, damals gab es noch keine schriftlichen Übersetzungen, als Code-Talker im Pazifik gegen Japan eingesetzt wurden. Nach Weiterfahrt über eine baumlose Hochebene des Navajo Indianer Reservates erreichen wir den National Park Canyon de Chelly.  
31.10.06 Grandioser Blick von einem der Übersichtspunkte zum Spider Rock. Für eine Jeepfahrt in den Canyon ist es trotz schönen Wetters zu kalt und so beschränken wir uns ein kleines Stück eines Trails. In der Nacht wird es bitter kalt, der kostenlose Campingplatz hat leider keinen Stromanschluss und so heißt es Batteriestrom sparen, um so wenigstens die Heizung am Leben zu erhalten

01.11.06 Der Weatherchannel verspricht für die nächsten Tage trockenes Wetter und so beschließen wir eine nördlichere Route nach Moab, Utah, um dort den Arches National Park und Canyonlands zu besichtigen. Auf der US-191 geht es über Four Corners Monument (einziger Ort in den USA an dem 4 Bundesstaaten eine gemeinsame Grenze bilden) weiter zu den grandiosen Gesteinsformationen Utah's bis nach Moab. Schon von weitem wird das Landschaftsbild durch die roten Sandsteinfelsen geprägt. Der Campingplatz mitten im Ort ist zwar zentral gelegen, drückt seine Lage aber auch im Preis aus. Trotz Good Sam Club müssen $30 berappt werden, außerhalb des Ortes wäre es $7 günstiger...  Schnell abgekoppelt, um noch die letzten Sonnenstrahlen auszunutzen, entscheiden wir uns für Island in the Sky. Leider verschleiern Cirrus Wolken den Sonnenuntergang so, dass die Rotfärbung ausbleibt. Bei Dunkelheit zurück zum Campingplatz, durch die Heizung ist es gemütlich warm, Aussentemperatur  3°.

 

 

02.11.-03.11.06  Arches National Park - Island in the Sky

LINK zum ARCHES Nationalpark

 

 

04.11.06 Nach Erledigung dringender Post und Ergänzung unserer Vorräte geht es nun Richtung I-70 und weiter zum Bryce Canyon. Der Weather-Channel verspricht weiterhin für die nächsten Tage trockenes Wetter und Temperaturen um die 17°. Kurz entschlossen wählen wir die Route über SR12 die uns durch 3 National Parks über eine Höhenstrasse mit atemberaubenden Ausblicken belohnen sollte. Leider ist es für diese Jahreszeit zu spät um noch in den Campground der verschiedenen Parks zu übernachten.

 

Es wird mittlerweile -3° kalt und ohne Strom, ist dies mit einem Trailer nicht zu machen. Wind und Regen haben in Millionen von Jahren die unglaublichen Gesteinformationen am Colorado Plateau wie die Hochebenen in Utah bezeichnet wird geschaffen. Capitol Reef N.P.(Grosses Riff) , Grand Staircase Escalante N.M. (Große Treppe)  und Glen Canyon Recreation Area mit einer Vielzahl von kleineren State Parks bilden mit der Krönung des Bryce Canyon mit seinen beeindruckenden Felsformationen. Eigentlich viel zu schade da diese Parks unzählige Trails zum Wandern bieten, beschränken wir uns leider auf die Parkstrassen um wenigstens einen kleinen Eindruck davon zu gewinnen. Zwischen Boulder und Escalante verläuft die Streckenführung der SR12 teilweise auf einem Berggrad mit freiem Fall von rechts und links mit ca. 400m, keine Leitplanken, nichts sichert hier die Straßenführung..... Bis auf  2800m bringt uns der Streckenverlauf  durch den Dixie National Forest um in Escalante auf einen Campground den Tag beenden zu lassen.

05.11.06 Weiterfahrt auf der SR12 zum Bryce Canyon. Bei Cannonville sehen wir den Abzweig zum Kodachrome Basin State Park und beschließen einen kurzen Abstecher einzuplanen. In diesem kleinen Statepark haben sich durch das eisenoxidhaltiges Gestein eigenwillige rote Felsformationen gebildet. Leider ist der schön gelegene Campground, einige Plätze sogar mit Stromanschluss, für uns noch zu weit vom Bryce Canyon entfernt und so entschließen wir uns zur Weiterfahrt. Nach 26 Meilen stehen wir am National Park Eingang, um zu erfahren, dass es auch auf dem einzigen offenen Campground keine Stromanschlüsse gibt. Leider hat der private Platz Rubys Inn auch schon Winterpause und so fahren wir 7 Meilen bis Topic auf einen kleinen Privatplatz, wo wir die einzigen Gäste sind. Erst am 2. Tag bequemt sich der Besitzer zu kassieren, $28 für 2 Nächte mit Full Hookup. Schnell ist abgekoppelt um die verbleibende Zeit im Park zu verbringen, denn der Sonnenuntergang ist bereits  um 17:20 Uhr.

 

05.11.06  Bryce Canyon National Park

LINK zum BRYCE Nationalpark

 

07.11.06 Zeitig brechen wir auf, um die Strecke durch den Zion N.P., ein Canyon mit steil aufragenden Felswänden, die durch einen Fluss entstanden sind, zu bewältigen. Unterwegs lädt uns der Red Canyon State Park mit seinen besonders rot leuchtenden Felsformationen zu einem kleinen Rundwanderweg ein.
Aufregung auf dem Weg zum Zion NP Parkeingang. Ein Hinweisschild verbietet langen und hohen Fahrzeugen wegen Tunnelstrecken die Weiterfahrt. Ein Umweg von über 80km muss in Kauf genommen werden...Schnell an einen Parkplatz, den Trailer abgekoppelt um doch noch die Fahrt nicht umsonst unternommen zu haben. Nach einer Weile kommt uns ein etwas größerer "fünfer" entgegen, es geht also doch? Rechnen müsste man halt können, auch kein Wunder wer hat schon Inches und lps im Kopf... Ich habe voreilig abgekoppelt, wir sind unterhalb des Limits, drehen um und setzten die Reise mit unserem Trailer fort.

07.11.06  Zion Canyon National Park

LINK zum Zion Canyon Nationalpark

Am Parkeingang müssen $15 Permit bezahlt werden da eine Tunnelstrecke aufgrund der Höhe nur einseitig in Blockabfertigung befahren werden darf.  Die Strasse führt durch Felsformationen mit hohen senkrechten Felswänden, die uns aber doch an Europa erinnern und für uns längst nicht so spektakulär wirken wie die bisherigen Nationalparks. Nach einem Trail, der an einer Klamm endet, setzen wir unsere Fahrt über den State Park Valley of Fire, Richtung Las Vegas fort.  Am Spätnachmittag checken wir auf am Sams Town Campground $27/Tag mit Shuttelservice zum Strip ein.

08.11.06-17.11.06 Die nächsten Tage verbringen wir zum Relaxen in Las Vegas, um dort die dringenden Garantie - Reparaturarbeiten an unserem Truck ausführen zulassen. Unsere umfangreiche Post, die wir aus Houston per UPS nachsenden ließen, muss bearbeitet werden. Eine Bankangestellte stufte uns als Amerikaner ein und forderte eine Steuernummer für zukünftige Tax (Quellensteuer) Zahlungen an. Klar, ein Deutscher mit einer Adresse in Texas und Texas Driver License ist etwas suspekt. Wir müssen sofort reagieren, andernfalls wird unser Bankkonto gesperrt. In einer Filiale klären wir den Sachverhalt und müssen nun anstatt des Formulars W-9 ein W-8 ausfüllen.... Las Vegas ist immer eine Reise wert. Unvorstellbar der Gigantismus in den Hotel und Spielbank - Einrichtungen und kein Ende abzusehen, offensichtlich wird hier das große Geld verdient. Aber wo hat man das schon, Venedig, Paris, Treasure Island, Indien und Ägypten auf  einer Straße.... Da wir keine Zocker sind, besuchen wir von dem "ersparten Geld" die Show KA von Cirque du Soleil.. Artisten stellen die Geschichte von Zwillingen im Kampf gegen das Böse dar. Der technische Aufwand ist erheblich und von einer bisher unbekannten Perspektive wird auf einem senkrechten Bühnenbild die Handlung dargestellt. Anruf von der Werkstätte, die Arbeiten am Truck werden länger als geplant dauern, eine Werkstätte hat schlampig gearbeitet und die Ölwanne muss nochmals abgedichtet werden...  Wir sind Aliens, denn ohne Auto ist man hier ein  Nobody…..

18.11.-22.11.06  Wieder sind wir um Erfahrungen reicher.... Die vollmundigen Versprechen von Service Managern stehen im krassen Widerspruch zur Arbeit der Mechaniker, zugegeben unser etwas kurioser Fehler ist nicht so leicht zu finden, denn es gibt keinen auswertbaren Fehlercode. Bei ausgiebigen Testfahrten zum Hoover Damm, Fire of Valley und Fletchers Peak mit lang ansteigenden Straßenführungen trat der Fehler einige Male auf, die Leistung nimmt rapide ab, der Motor stottert, läuft aber nach einiger Zeit problemlos, na wir werden sehen wie's weiter geht... Mittlerweile sind wir auf einen Campingplatz für 55+  umgezogen. Wer jetzt meint ach wie langweilig, sei enttäuscht, hier wird mehr geboten als auf manch einem "normalen" Platz. Interessant auch die Verhaltensregeln für Hundebesitzer, die müssen nämlich erst eine Kaution hinterlegen bevor sie auf den Platz dürfen.... Bei angenehmen Temperaturen verbringen wir die Zeit mit Ausflügen in die nähere Umgebung und mit Relaxen im beheizten Pool.

 Endlich Licht am Ende des Tunnels, ein Triple A (AAA)  Mitarbeiter (amerikanischer ADAC)  nennt uns eine Adresse für professionelle Dieselfahrzeug Reparatur. Nach ausgiebiger Testfahrt in Anwesenheit des Mechanikers zeigte sich das Fahrzeug von der besten Seite und lief wie gewohnt ohne Probleme....Allerdings trat der Fehler tritt immer auf wenn der Tank nur noch mit einem viertel gefüllt war....  Nur die Harten kommen in den Garten jedenfalls wenn man alle Roller Coaster (Achterbahnen) in Las Vegas ausprobiert hat, "New York's" Coaster führt durch das Gebäude und ist was zum Eingewöhnen, der Powershut im Sahara Casino schon was für Geübte, die Härte allerdings ist auf dem Stratosphere Tower in 300m Höhe zu finden. Die Achterbahn auf dem Turm ist langweilig, da man von der Höhe eigentlich nichts mitbekommt, dagen die Wippe und ein Karussel (Spinne), wobei man sich in luftiger Höhe außerhalb des Turmes befindet, ist nichts für Warmduscher, der absolute Kick allerdings ist "The Big Shut", hier wird man  48m senkrecht an der Turmspitze hochkatapultiert, um im freien Fall zum Ausganspunkt zurückzukehren. Nicht wenige verschenken ihr Ticket angesicht dieses Horrortrips, ich versuchte es erst gar nicht.....

 

 

23.11.06 Heute ist einer der wichtigsten Feiertage der USA, Thanksgiving  und "Gedenktag" aller Turkey (Puter) die diesen Tag nicht überleben werden. Überall werden Thanksgiving Turkey Dinner angeboten, wir ziehen es jedoch vor, Las Vegas auf der SR93 in Richtung Süden zu verlassen. Über Arizona, New Mexico wird es nun zurück nach Texas gehen, um von dort nach Mexiko zum Überwintern einreisen zu können. Nach passieren des Hooverdamm haben wir Nevada verlassen und befinden uns jetzt in Arizona. Durch Kingman fahren wir auf einer kleinen Strecke der Route66. In Arizona befindet sich die am längsten erhaltene Strecke der Route66, die wir aber letzes Jahr schon besuchten. Je weiter wir südlich kommen desto mehr wandelt sich die Umgebung in die für Arizona typische bekannte Landschaft. Hohe Saguaro Kakteen in wüstenähnlichen Berglandschaften beherrschen das Bild. In einem Campground in Tucson mit fantastischem Sonnenuntergang beenden wir den Tag. It comes, it goes, so könnte man meinen, unser Truckproblem scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. Es ist zu vermuten, dass ein verstopfter Dieselfilter und Diesel vermischt mit Wasser dafür die Ursache waren

24.11.-25.11.06 Das verlängerte Wochenende macht sich bemerkbar, denn die lohnenswerten Attraktionen sind gut besucht. Schon am Morgen stehen wir an der Kasse des enpfehlenswerten Arizona-Sonora Desert Museum, das eindruckvoll das Gebiet der Sonora Wüste von Arizona und Mexiko zeigt. Die freundliche Dame an der Kasse bemerkt unseren Akzent und wir bekommen einen Lageplan in Deutsch. Über einen 3,5km Rundgang kann man die Fauna und Flora dieser Wüstengegend besichtigen. In den Kulissen der Filmstadt Old Tucson sind viele bekannte Western gedreht worden. Eine Stunt Show mit wilder Ballerei vervollständigt das Bild vom "Wilden Westen"....

26.11.06 Wyatt Earp und Doc Holliday - die Legenden leben, zumindest in Tombstone, der legendären Westernstadt, die durch das Pistolenduell am O.K.Corrall weltberühmt wurde. Mehrmals täglich müssen die Clantons Brüder in einer angeblich autentischen Darstellung des ersten überlieferten Gunfightes, zur Gaudi der Besucher ihr Leben lassen. Tombstone ist wohl eine der wenigen Wild-West Städte die Ihre Erhaltung dem berühmtesten Duell und den zahlreichen Besuchern verdankt. Trotzdem veranschaulicht das lebendige Museum eindrucksvoll, wie das Leben in der damaligen Zeit, geprägt durch die harte Arbeit in den Silberminen, ausgesehen haben könnte. Auch damals waren, wenn auch mit fatalen Folgen für den Delinquenten, Justizirrtümer nicht ausgeschlossen....

 

27.11.-30.11.06 Die Route auf der Interstate I-10 (1700km) ostwärts durch Arizona, New Mexico und Texas führt durch langweiliges und flaches Wüstengebiet, in dem es keine landschaftlichen Höhepunkte gibt. In den Ortschaften an den Tankstops, haben über Nacht die Vorboten für Weihnachten Einzug gehalten und sind nicht zu übersehen..... Einen Besuch des größten unterirdischen Höhlensystems der Welt, Carlsbad Cavern und Big Bend Nationalpark müssen wir aus Zeitgründen auf das nächste Mal verschieben

01.12.-06.12.06  Zurück zum Anfang, wir stehen auf einem Campground in Galveston, um Formalitäten beim Department of Transportation, DOT  Texas zu erledigen. Die jährliche Kfz-Steuer, $76 für den Truck, $128 für den Trailer waren fällig.
Ab jetzt sind die  Fahrzeuge auf uns registriert und können online bezahlt werden.
Es ist lausig kalt geworden, eine Kaltfront (Jetstream aus Alaska/Kanada) beschert der Region kaltes, sonniges Wetter, mit Temperaturen um die 7°.

HU/ASU Texas:  Ach ja, die jährlichen  HU und Emissionschecks (ASU) waren fällig und kosteten für ein Jahr $12,5…. dafür bekommt man beim TÜV in Deutschland nicht mal einen warmen Händedruck. Den schwachsinnigen Vollgastest für die ASU hat man sich gespart, über einen genormten Teststecker wurden die Abgaswerte aus der Motorelektronik (OBD On Board Diagnose) direkt ausgelesen. Was komischerweise auch bei den zahlreichen deutschen Fahrzeugen funktioniert...bei uns angeblich geht das erst ab 2010 und natürlich wieder viel teurer, dabei kosten Adapter und PC Programm gerade mal $240....  
Heute Mittwoch den 06.12. haben wir alles erledigt. Die Kfz-Versicherung für Mexiko online am Campground abgeschlossen, $165 für 6 Monate...
Am Abend gehen wir mit unseren amerikanischen Bekannten in ein deutsches Restaurant, Schnitzel und ein gutes Weißbier soll's dort geben..

07.12.06 Wir haben das "deutsche Schnitzel" und das Erdinger gut überstanden. Es sind 620km bis Loredo zu fahren. Die Strecke führt durch flaches Weideland, die zu großen Ranches gehören. Da wir später als geplant in Galveston los fuhren müssen wir nun einen Zwischenstopp auf einen Campground $15 160km vor Loredo einlegen.

08.12.06  Um 10:00 Uhr parken wir vor dem mexikanischen Grenzgebäude um nun die Einreiseformalitäten zu erledigen. Die Formulare sind schnell ausgefüllt und der Beamte versieht sie mit den nötigen Stempeln, nun kommt der schwierigere Teil, das Fahrzeug samt Trailer muss deklariert werden. Zunächst schein alles ganz einfach wir bekommen den Fahrzeugsticker, da stutzt der Beamte beim Trailer, nach langen Palaver steht fest, seit 1.Dezember müssen Wohnmobile und Wohnwagen ein extra Permit von $49 bezahlen das für 10 Jahre gültig ist... Jedenfalls geht es erst um 11:30 Uhr weiter...  Es wird zunehmend kälter, der anhaltende Jetstrom schaufelt nasskalte Luftmassen vom Pazifik in den nördlichen Teil von Mexiko. Über die Autobahn MEX85D geht es nun südlich langsam ansteigend auf 1900m nach Monterrey. Dort entschließe ich mich die teure Maut der privaten Umgehungsautobahn (27km für €46) zu sparen und auf der normalen Umgehungsstraße zu fahren, ein fataler Fehler, durch Brückenbauarbeiten hat sich dort ein 5km langer LKW Stau gebildet der uns 1 1/2 Stunden Zeit kosten wird. Obwohl erst 15Uhr ist es dunkel geworden und Regen mit Schnee vermischt hat eingesetzt. Am Passanstieg fahren wir plötzlich in den Wolken, Fahrzeuge mit Warnblinker tasten sich langsam durch den Nebel, es besteht Glatteisgefahr durch gefrierende Nässe. Endlich geschafft, am Passabstieg, wieder aus den Wolken mit freier Sicht. In Saltillo fahren wir auf einen Hotelcampingplatz und lassen den Tag in einem mexikanischen Restaurant ausklingen...

 

09.12.06  Bei geschlossener Wolkendecke 8° aber ohne Regen geht es nun 1260km weiter Richtung Mexiko City. Die Strecke durchquert karges Wüstengebiet einer Hochebene, unterbrochen mit Bergstrecken auf Höhen zwischen 1800 und 2200m, gesäumt von unzähligen Joshuatree Kakteen. Zum Sonnenuntergang erreichen wir unser Tagesziel in Queretaro.
10.12.06 Am frühen Morgen brechen wir auf, um die restliche Strecke von 520km nach Acapulco zu bewältigen. Bei wenig Verkehr erreichen wir die Stadtgrenze von Mexiko City, die drittgrößte Stadt der Welt, mit gigantischen Ausmaßen, 23 Millionen Einwohner in 2200m Höhe. Um die Verkehrsflut mit den enormen Abgasproblemen einigermaßen in den Griff zu bekommen, werden Fahrverbote in Abhängigkeit der Endziffern der Nummerschilder wirksam. Heute am Sonntag gibt es keine Beschränkung, außer.... Zunächst geht es auf der Periferico (Umgehungsstraße) trotz Ausflugsverkehr flott voran, als ein Motorradpolizist wild gestikulierend versucht, uns zu stoppen. Mein freundliches zurückwinken und ignorieren hilft nicht weiter. Ich bin auf der für Lkw verbotenen Fahrspur gefahren, und der Polizist meint nun mit $200 wäre die Sache erledigt. Betont freundlich lächelnd und auf bayerisch einigen wir uns auf $40 die im Handschuh des korrupten Polizisten verschwinden. Die restliche Strecke fahren wir jetzt leider viel zeitintensiver auf der Nebenspur, wobei wir eine Abfahrt verpassen und uns noch gewaltig verfahren. Dank GPS und PC Karte wissen wir schnell wo wir uns befinden und fahren nach 2 Stunden in die Autobahneinfahrt nach Acapulco ein. Nach einer Berg und Tal Fahrt von 380km erreichen wir am späten Nachmittag an der Pie de la Cuesta den Trailerpark Acapulco, wo wir die nächsten 2 Monate verbringen werden.

24.12.06 Inzwischen füllt sich der Campingplatz mit Mexikanern, die mit Sack und Pack angereist sind um hier ihre Ferien zu verbringen. Wir haben uns akklimatisiert und vertragen die feuchtschwüle Tropenluft mit Temperaturen Wasser 28° und Luft um die 34° gut. In der Nacht kühlt es auf ca. 28° Grad ab... Leider bin ich etwas gehandikapt, eine zu große Welle ca. 4m wurde von mir unterschätzt, wirbelte mich auf den Strand wo bei ich mir den rechten Mittelfinger ausgekugelt habe. So muss ich leider bei dem täglichen Volley-Ballspiel passen.. In Mexiko wird Hl. Abend nicht so groß gefeiert darum entsteht auch keine Weihnachtsstimmung.  Allen ein  Feliz Navidad aus Acapulco.
Einen Ausflug zu einem Städtchen (Coyuca)  in der näheren Umgebung nutzten wir, um bei einem der zahlreichen Hamaca (Hängematte) Händler eine engmaschige Yucateca aus Baumwolle zu erstehen. Immer wieder ist es ein besonderes Erlebnis, auf einem Markt Gemüse, Obst, Fisch und
Camerons (Shrimps) zu kaufen.

01.01.07 Gestern feierte der ganze Campingplatz das Neue Jahr. Noch etwas geschädigt werden heute die längst überfälligen Telefonanrufe in einem Internetladen getätigt. Allen ein herzliches Feliz ano nuevo  aus Mexiko  von Ingrid und Werner.
20.01.07 Auf dem Campingplatz macht sich gähnende Leere breit. Nur 8 Fahrzeuge (3 Deutsche, 1 Amerikaner und 4 Kanadier) teilen sich den Platz. Es werden wohl nicht viel mehr werden. Amerikaner trauen sich seit Jahren, angeheizt durch die Presse kaum noch nach Mexiko....
Man trifft sich unter der Palapa am Strand, geschützt von der Sonne, um viele Stunden dort zu verbringen. "Another shitty day in paradise...!"
Immer wieder ein besonderes Ereignis sind vorbeiziehende Wale, die ihr Winterquartier in der Baja California verlassen und in den südlichen Pazifik ziehen.

05.02.07 Heute ist ein Nationalfeiertag in Mexiko. Der Campingplatz ist wieder für drei Tage fest in mexikanischer Hand, durch die Ruhe hatte man schon das Gefühl auf einem Friedhof zu stehen. Ganze 10 Einheiten, die Mehrzahl Franco Kanadier aus Quebec teilten sich den Platz. "Francis" aus Kanada sind wohl die "wahren" Franzosen eine Rasse für sich.....mit wenigen Ausnahmen meistens unfreundlich und arrogant. Mike und Monegue aus Quebec, Rosemarie und Blake aus Philadelphia und wir, verbringen die meiste Zeit zusammen. So ist der Januar mit faulenzen am Strand und mit Ausflügen in die Umgebung vergangen. Ein Bootsausflug in der nahen Lagune führte uns  an den Drehort von Rambo II.  Immer wieder werden wir von Mike, einem ehemaligen Restaurantbesitzer, mit einem Dinner verwöhnt. Der von mir besorgte Mahi Mahi (Dolphinfisch oder Goldmakrele) wurde von ihm zubereitet und durch verschiedene Beilagen aus Philadelphia und München ergänzt. Leider trübt die hohe Brandung, für die der Strand Pie de la Cuesta berüchtigt ist, das Badevergnügen. Mein ausgekugelter Mittelfinger, eine ausgekugelte Schulter, etliche Hautabschürfungen mit Zerrungen und ein gebrochenes Kniegelenk sind die bisherige Bilanz. Nur bei nötiger Erfahrung ist ein gefahrloses Badevergnügen möglich. Durch den steilen Winkel des Strandes brechen sich die Wellen mit ungeheurer Wucht unmittelbar am Strand. Eine große Welle kann man nur beherzt untertauchen, will man nicht wie in einer riesigen Waschmaschine im Schleudergang als Strandgut von der Welle ausgespuckt werden.

 

19.02.07 Am Abend feierten wir mit dem ganzen Platz unseren Abschied. In den letzten Tagen wurde alles gereinigt, verstaut und reisefertig gemacht. Morgen geht es gemeinsam mit unseren Freunden auf der MEX200 an der Pazifikküste in nördlicher Richtung 230km nach Zihuatanejo, um dort noch ein paar Tage zu verbringen. Leider war auf den Campingplätze in Zihuatanejo - Xtapa für große Rigs (Motorhomes)  kein Plätzchen mehr frei so musten wir auf einem Strandparkplatz übernachten. Ohne Klimagerät eine "warme" Angelegenheit da es in der Nacht kaum abkühlt....

21.02.07 Entlang der Küste mit endlosen Sandstränden, gesäumt von Palmenplantagen erreichen wir Playa Azul. Im Preis von $15 für Stellplätze sind die Annehmlichkeiten des Hoteles für Camper, wie großes Pool, Warmduschen und Internet enthalten. Hier werden wir die letzten Tage gemeinsam verbringen. Der Abschied fällt allen sichtlich sehr schwer, wir haben fast 3 Monate miteinander verbracht und viel Spass gehabt. Mike der Sklaventreiber, mit dem ich jeden Morgen um 7:00 Uhr   4km Strandspaziergang absolvierte, Moneque die köstliche Desserts zauberte, Blake der mich in die Geheimnisse des Wellenreitens mittels Boogieboard einweihte und Rosemary, die Ingrid das Schnorcheln beibrachte, (Ingrid you are safe here..)  sie werden uns sehr fehlen...  Wir versprechen uns auf alle Fälle ein Wiedersehen irgendwann und irgendwo....

01.03.07 Nach 300 km auf einer neuen Autobahn erreichen wir Patzcuaro. Ein Städtchen, das sich seine spanische Vergangenheit, den Baustil aus Andalusien, bis heute bewahren konnte. Neben viel Nippes kann man in den zahlreichen Shops hochwertiges Kunsthandwerk erstehen. Überall werden für den "Dia de los Muertos" (Totengedenktag, 1-2.November) kunstvolle Figuren, die den Tod darstellen, angeboten. Ein Bootsausflug zur Isla Janitzio hätte man sich eigentlich sparen können, kaum zu glauben wieviel Plastiknippes, Made in China, zum Kauf angeboten wird. Wer wohl diesen Schund kaufen mag?
03.03.07 Guanajuato, die älteste und ehemals reichste Silberstadt Mexikos bietet einige ungewöhnliche Attraktionen. Entlang eines ehemaligen Flußbettes wird der Verkehr fast vollständig unterirdisch mittels Tunnels durch die Stadt geleitet, eine Fahrt auf der Haupttunnelstrecke (Hidalgo) gleicht einer Geister/Achterbahnfahrt....
05.03.07 Nach einer Fahrstrecke von 580km ereichen wir unser Etappenziel Ciudad Victoria, für uns die letzte Nacht in Mexiko. Wehmütig blicken wir zurück, nicht zuletzt weil wir gute Freunde kennengelernt haben.

06.03.07 Ein Tag mit besonderer Herausforderung, nur das wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht....  Früh am Morgen brechen wir auf, da einige Zeit für die zu erwartenden Grenzformalitäten in Pharr/McAllen eingeplant werden muß. Als wir zum Car-Checkpoint kommen, sind wir das einzige Fahrzeug. Kein Wunder, der Beamte erklärt uns, der Computer ist defekt, wir müssen zum Grenzübertritt nach Reymosa/McAllen. Nach 10km Fahrstrecke sehen wir den Car-Checkpoint auf der gegenüberliegenden Strassenseite mit einer Gruppe von ca. 30 kanadischen Wohnmobilen, die ebenfalls auf die Austragung des mexikanischen Autostickers warten. Ein unbeantwortetes Rätsel, das wir diesmal nicht lösen werden... wie kommt man auf die andere Straßenseite zum Car-Checkpoint, keine Überfahrt weit und breit. Wiederum kann man über die unübertreffliche Planung mexikanischer Beamte nur den Kopf schütteln. Kurzentschlossen mache ich ein gewagtes Wendemanöver über eine schmale Einfahrt und stehe am Ende der Gruppe. Eine kleine Beule im Auto und eine ramponierte Zierleiste am Trailer kostete mich eine kleine Unaufmerksamkeit, einen Pfosten zu übersehen. Noch immer habe ich Probleme, das Gespann beim Wendemanöver richtig einzuschätzen ... Endlich sind wir unseren Sticker los. Es geht den gleichen Weg zurück, aber diesmal sperrt die Polizei wegen der kanadischen Gruppe die Strasse ab, da Fahrzeuge in der Größe eines Reisebusses wenden müssen. Verwundert stellen wir abermals fest, kein mexikanischer Beamter will unsere Pässe mit dem Touristenvisum sehen. Der vermeintliche letzte Checkpoint entpuppt sich als Mauthäuschen für den Brückenzoll über den Rio Bravo. Toll, wir stehen am amerikanischen Checkpoint ohne aber offiziell aus Mexiko ausgereist zu sein. Das Fahrzeug wird in einer riesigen X-Ray Halle durchleuchtet. Man sucht nach Waffen, Drogen oder geschmuggelten Personen. Die Einreiseprozedur geht zügig von statten, wir sind wieder in den USA. Der amerikanische Beamte kennt wohl das Problem mit der Touristenkarte und lässt uns zu Fuß über den Ausreiseweg zurück nach Mexico gehen.. Keine 2 Minuten dauert der Ausreisestempel und die Entwertung der Touristenkarte. Zurück geht es über die Brücke und wir sind wieder in Texas.  Um 15:30 ereichen wir unser Etappenziel in Victoria TX, wo wir mit anderen RV's in einer ruhigen Ecke eines Walmart übernachten.

07.03.07 Wir sind in Galveston/Houston, am Ausgangspunkt unserer Reise angekommen. In den nächsten Tage müssen Wartungsarbeiten an Trailer und Fahrzeug vorgenommen werden, um beides in einem RV Storage unterbringen zu können.

21.03.07 Der Tag unserer Abreise ist nun näher gerückt. Morgen geht unser Flug vom Hobby- Airport via Atlanta zurück nach München. Alles ist nun repariert, sogar der ominöse Fehler am Truck, der uns immer wieder an steilen Bergauffahrten zu schaffen machte, hat sich aufgeklärt. In der Ansaugleitung im Tank haben sich Schrauben für das Filtersystem gelöst, das noch dazu verstopft war. Dadurch wurde keine ausreichende Menge Kraftstoff, die unter Volllast benötigt wird geliefert. Na mal sehen ob es nun wirklich behoben ist...
Unser Wägelchen wird während unserer Abwesenheit von einem Bekannten genutzt, der Trailer steht wohlbehütet in einem Storage.
Auf Wiedersehen Amerika bis Ende November....   bis es wieder heißt   "On the Road again..."


Home | Profile Reiseberichte | AnfangMexiko | Fotoalbum